Wasserenthärtung
Entfernung von Härtebildnern aus dem Brauchwasser, im Industrie- und Dampfkesselbereich; Wäschereien, Kühlanlagen mit manueller, halbautomatischer oder vollautomatischer Steuerung, zeit-, mengen- oder qualitätsabhängig.
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Verfahrensbeschreibung Ionenaustausch-Enthärtungsanlage
Die Wasserenthärtungsanlage wird erforderlich, wenn Härtebildner im Brauchwasser stören. Das ist zum Beispiel der Fall bei der Verwendung als Kesselspeisewasser, da die Härtebildner an den Heizflächen des Dampferzeugers zu Stein- und Schlammbildung führen. Die Enthärtung des Wassers übernimmt eine Kationenaustauscher, der die Härtebildner gegen Nichthärtebildner bei einfachem Wasserdurchfluß nach folgender Gleichung austauscht:
Ca/Mg-Ionen + Na-Austauscher = Na-Ionen + Ca/Mg-Austauscher
Als Folge erscheint im Ablauf ein Wasser, das praktisch frei von
Härtebildnern ist, mit einer Resthärte von kleiner 0,017 mol/m3. Hat
der Austauscher alle Ca/Mg-Ionen gegen Na-Ionen ausgetauscht, ist er
erschöpft und muß mit einer Kochsalzlösung (NaCl) regeneriert werden.
Durch das Überleiten einer Salzlösung erhält der Ionenaustauscher neue
Na-Ionen, und die aufgenommenen Ca/Mg-Ionen werden in das Abwasser
gespült.
Der Regeneriermittelaufwand liegt in der Praxis bei etwa 210 g NaCl pro
Liter eingesetzter Harzmenge; die Kapazität für einen Liter
Ionenaustauscherharz beträgt im Normalfall 35 g CaO bzw. 0,625 mol/m3.
Während der Regeneration des Harzes, die etwa 50 - 80 Minuten in
Anspruch nimmt, kann die Enthärtungsanlage kein Weichwasser abgeben.
Der Regenerationsablauf besteht aus insgesamt 3 Phasen,
a) Rückspülen des Harzes
b) Einsaugen und Überleiten der Salzsole und
c) Auswaschen des Salzüberschusses.
Da die Regenerationslösung NaCl über einen Injektor angesogen wird, ist während dieser Phase ein möglichst konstanter Rohwasserdruck von mindestens 3 bar notwendig. In der Regel wird der Regenerationsablauf automatisiert und der Zeitpunkt der Regeneration durch die durchgesetzte MENGE oder die ereichte Weichwasser-QUALITÄT bestimmt.
Bei durchgehendem Weichwasserbedarf wird eine Pendel-Anlage installiert, bei der stets eine Einheit im Betrieb ist, während die Zweite regeneriert in Bereitschaft steht.
Die Behälter zur Aufnahme der Ionen-Austauscherharze sind bei
Anlagenleistung bis etwa 20 m3/h aus Kunststoff GFK und bei größeren
Anlagenleistungen aus Stahlblech St 37.2 geschweißt.
Zu einer
kompletten Enthärtungsanlage gehört immer der Salzsoleansetz- und
Vorratsbehälter sowie eine Anordnung von Armaturen und Rohrleitungen.
Die Funktionsart der Anlage und die Leistungsdaten sind in dem Angebot
genannt oder der Bedienungsanleitung zu entnehmen.